Hilfe für die Seele – wenn eine Krise zu viel wird

Seele und Gemeinschaft · Stand:

Krisen belasten nicht nur den Alltag, sondern auch die Seele. Sorgen, Schlafprobleme, Gereiztheit oder das Gefühl, dass alles zu viel ist: Das sind normale Reaktionen auf eine Ausnahmesituation. Du bist damit nicht allein.

Was hilft

Das BBK empfiehlt unter anderem:

  • In Verbindung bleiben: mit Familie, Freunden und anderen Betroffenen reden. Zu wissen, dass man mit seinen Ängsten nicht allein ist, entlastet schon.
  • Gemeinsam planen: nicht nur auf den Schaden schauen, sondern die nächsten Schritte besprechen.
  • Helfen und Hilfe annehmen: Das gibt das Gefühl, etwas tun zu können.
  • Routinen behalten: den Tag planen, regelmäßig schlafen, essen und trinken, nach draußen gehen und sich bewegen.
  • Pausen machen: Ablenkung, Dinge, die guttun, Entspannungsübungen.
  • Nachrichten dosieren: nur so viel, wie du brauchst, um informiert zu sein – am besten zu festen Zeiten.

Kostenlos reden – Tag und Nacht

Österreich

  • 142 Telefonseelsorge, rund um die Uhr
  • 147 Rat auf Draht, der Notruf für Kinder und Jugendliche
  • 116 123 Hotline zur Lebenshilfe
  • 1450 Gesundheitsberatung, wenn auch der Körper Beschwerden macht

Deutschland

  • 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 TelefonSeelsorge, rund um die Uhr, anonym und kostenlos
  • 116 123 TelefonSeelsorge
  • Chat und Mail über die TelefonSeelsorge

Nach einem schweren Ereignis

Nach Katastrophen kümmern sich Kriseninterventionsteams der Hilfsorganisationen um Betroffene, Angehörige und Helfende. Behörden und Hilfsorganisationen richten oft eigene Hotlines ein – die Nummern werden über Radio, Fernsehen und Internet bekannt gegeben. Wer einen Menschen verloren hat, findet in Österreich zum Beispiel beim Kriseninterventionszentrum, beim Notfallpsychologischen Dienst oder bei „Die Boje“ (für Kinder) Unterstützung.

Im Ernstfall gelten immer die Anweisungen der Behörden und Einsatzkräfte.

Quellen

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