Warnungen in Österreich – Sirenen und AT-Alert verstehen

Warnung und Notruf · Stand:

In Österreich gibt es mehr als 8.300 Sirenen. Seit Oktober 2024 kommt AT-Alert dazu: Warnungen direkt aufs Handy. Beides ergänzt sich – die Sirene weckt auf, das Handy sagt, was los ist.

Die drei Zivilschutzsignale

  • Warnung – 3 Minuten gleichbleibender Dauerton: Eine Gefahr kommt näher. Schalte Radio oder Fernsehen (ORF) ein oder schau auf orf.at und folge den Hinweisen.
  • Alarm – 1 Minute auf- und abschwellender Heulton: Gefahr! Suche schützende Räume auf und folge den Anweisungen über Radio, Fernsehen oder Internet.
  • Entwarnung – 1 Minute gleichbleibender Dauerton: Die Gefahr ist vorbei. Achte trotzdem auf weitere Informationen.

AT-Alert: Warnung aufs Handy

AT-Alert nutzt Cell Broadcast. Die Nachricht geht an alle Handys, die gerade in der betroffenen Gegend eingeschaltet sind – ohne App, ohne Anmeldung und anonym. Die Behörde weiß nicht, wer die Warnung bekommen hat. Die Texte kommen auf Deutsch und Englisch.

Es gibt mehrere Stufen: Notfallalarm (immer an, klingelt auch bei lautlos), Extreme Gefahr, Erhebliche Gefahr, Gefahreninformation, Abgängige Personen sowie Test- und Übungswarnungen. Alle Stufen außer dem Notfallalarm kann man ein- und ausschalten.

Einmal prüfen: deine Einstellungen

  1. Android: Einstellungen → Sicherheit und Notfall → Notfallwarnungen. Schalte alle Stufen ein.
  2. iPhone: Einstellungen → Mitteilungen → ganz nach unten scrollen.
  3. Dein Handy braucht ein aktuelles System: Android ab Version 11, iPhone ab iOS 17.4. Ältere Geräte mit 2G bekommen nur den Notfallalarm.

Im Flugmodus kommt keine Warnung an. Der Modus „Nicht stören“ blockiert AT-Alert laut Innenministerium nicht.

Wenn eine Warnung kommt

Bleib ruhig, lies die Nachricht ganz und folge den Anweisungen. Für Details: ORF-Radio, Fernsehen oder orf.at. Sag Bescheid, wenn jemand in deiner Nähe die Warnung nicht versteht – etwa ältere Nachbarn oder Menschen, die wenig Deutsch sprechen.

Im Ernstfall gelten immer die Anweisungen der Behörden und Einsatzkräfte.

Quellen

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