Nachbarschaftshilfe – gemeinsam durch die Krise

Seele und Gemeinschaft · Stand:

Bei einem großen Stromausfall oder Unwetter sind Rettung und Feuerwehr stark gefordert. Dann zählt, was Nachbarinnen und Nachbarn füreinander tun. Die Stadt Wien sagt es so: Wichtig ist die Nachbarschaftshilfe der gesamten Bevölkerung – sie entlastet die Einsatzkräfte.

Schon vorher: ins Gespräch kommen

  • Sprich deine Nachbarn an. Vielleicht brauchen sie im Ernstfall Hilfe – oder können dir helfen.
  • Überlegt gemeinsam, wer im Haus Unterstützung brauchen könnte: ältere Menschen, Pflegebedürftige, Familien mit kleinen Kindern, Menschen mit Behinderung, Menschen, die wenig Deutsch sprechen.
  • Tauscht Telefonnummern aus und schreibt sie auf Papier.
  • Wer kann was? Ein Gaskocher, ein Kurbelradio, Erste-Hilfe-Wissen, eine Leiter – gemeinsam habt ihr mehr.

In der Krise

  • Klopf an. Gerade alleinlebende und ältere Menschen bekommen Warnungen manchmal nicht mit. Bei Hitze helfen laut BBK regelmäßige Anrufe oder Besuche, Probleme früh zu erkennen.
  • Warnungen weitergeben – auch an Menschen, die die Sprache der Durchsage nicht verstehen.
  • Bei einem Stromausfall nachsehen, ob jemand im Aufzug feststeckt.
  • Hilf, aber bring dich nicht selbst in Gefahr.

Hilfe annehmen ist auch Hilfe

Helfen und sich helfen lassen geben laut BBK beiden Seiten das Gefühl, etwas tun zu können – und nehmen die Hilflosigkeit. Niemand muss eine Krise allein schaffen.

Im Ernstfall gelten immer die Anweisungen der Behörden und Einsatzkräfte.

Quellen

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