Kälte und Heizungsausfall – warm bleiben, sicher heizen

Gefahren und richtiges Verhalten · Stand:

Ein Stromausfall im Winter, eine kaputte Therme, ein Engpass bei der Energie – plötzlich bleibt die Wohnung kalt. Mit einem Plan bleibst du trotzdem warm und sicher.

Warm bleiben ohne Heizung

  • Für kurze Zeit sind laut Innenministerium warme Kleidung und Decken die einfachste Lösung.
  • Auch Schlafsäcke helfen – das BBK zählt sie zum Notgepäck.

Sicher heizen

Petroleum- oder Flaschengasheizer, Kachelöfen und Kamine können helfen. Wichtig:

  • Nur Geräte verwenden, die für Innenräume zugelassen sind, und die Herstelleranleitung befolgen.
  • Kohlenmonoxid ist geruchlos, unsichtbar und geschmacklos – und es gibt keine typischen Warnzeichen. Gasgrill, Holzkohle und Campingkocher, die nur für draußen gedacht sind, gehören niemals in die Wohnung.
  • Das BBK empfiehlt dafür einen Kohlenmonoxid-Melder.

Nach starkem Schneefall

Prüfe, ob Flachdächer die Schneelast tragen. Räum sie nur, wenn es gefahrlos möglich ist. Droht ein Einsturz, ruf die Feuerwehr.

Unterkühlung erkennen

Zuerst: Zittern, schnelle Atmung, die Person ist unruhig, aber wach. Später: langsame Atmung, steife Muskeln, Müdigkeit bis zur Bewusstlosigkeit.

  1. Notruf wählen – 144 in Österreich, 112 in Deutschland.
  2. An einen warmen Ort bringen, nasse Kleidung ausziehen, in warme Decken wickeln.
  3. Ist die Person wach: warme, gezuckerte Getränke ohne Alkohol.
  4. Langsam aufwärmen – keine Wärmflasche, kein Reiben.
  5. Wird die Person schläfrig oder steif: keine Aufwärmversuche mehr, zudecken, Atmung kontrollieren.

Erfrierungen

Betroffen sind meist Finger, Zehen, Nase, Ohren und Wangen. Die Haut wird erst blau-rot, später weiß-gelb oder grau-weiß. Locker steril abdecken, mit Körperwärme sanft wärmen, Blasen nicht öffnen – und nicht reiben. Treten Unterkühlung und Erfrierungen gemeinsam auf, geht die Unterkühlung vor.

Im Ernstfall gelten immer die Anweisungen der Behörden und Einsatzkräfte.

Quellen

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