Warnungen in Deutschland – NINA, Cell Broadcast und Sirenen

Warnung und Notruf · Stand:

In Deutschland gibt es nicht den einen Warnkanal, sondern viele: Handy, Apps, Sirenen, Radio, Fernsehen, Lautsprecherwagen und Anzeigetafeln. Am sichersten ist, sich nicht auf einen Weg allein zu verlassen.

Cell Broadcast: Warnung ohne App

Behörden können Warnungen direkt an alle Handys in einer Funkzelle schicken – ohne App und ohne Anmeldung. Nicht jedes ältere Gerät kann das.

Seit dem 25. November 2025 gibt es über Cell Broadcast auch Entwarnungen. Sie werden auf der niedrigsten Stufe „Gefahreninformation“ (Warnstufe 3) verschickt. Damit du sie bekommst, sollte diese Stufe in den Einstellungen deines Handys eingeschaltet sein. Such dafür in den Einstellungen nach „Notfallbenachrichtigungen“ oder „Warnmeldungen“.

Die Warn-App NINA

NINA ist die Warn-App des Bundes. Sie zeigt Warnungen des Bevölkerungsschutzes, der Polizei (seit Juli 2025), Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen.

  • Du abonnierst Orte – etwa deine Wohnung, die Arbeit oder die Eltern.
  • Optional warnt NINA für deinen aktuellen Standort. Der Standort bleibt laut BBK auf deinem Gerät.
  • Persönliche Daten brauchst du nicht.

Neben NINA geben auch KATWARN, BIWAPP, die WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes und manche Stadt-Apps amtliche Warnungen weiter.

Die Sirenensignale

  • Warnung – 1 Minute auf- und abschwellender Heulton: Informiere dich sofort über Radio, Warn-App oder Fernsehen.
  • Entwarnung – 1 Minute Dauerton.
  • Feuerwehr-Alarm – 1 Minute Dauerton mit zwei Unterbrechungen: keine Warnung der Bevölkerung.

Der Bundesweite Warntag

Einmal im Jahr, im September, testen Bund, Länder und Kommunen gemeinsam ihre Warnmittel. Das ist ein guter Anlass, die Einstellungen am Handy zu prüfen.

Im Ernstfall gelten immer die Anweisungen der Behörden und Einsatzkräfte.

Quellen

Alle Artikel