Verbrennungen – richtig kühlen, nichts aufstechen
Heißes Wasser, ein Topf, eine Kerze – Verbrennungen passieren schnell, gerade wenn man ohne Strom mit Gas oder offenem Feuer kocht. So hilfst du richtig.
Sofort
- Selbstschutz: Bring die Person von der Hitzequelle weg, ohne dich selbst zu gefährden.
- Brennende Kleidung: Die Person am Weglaufen hindern. Mit Wasser löschen, mit einer Decke ersticken oder die Person auf dem Boden wälzen lassen.
- Kühlen: Mit kühlem, nicht eiskaltem Wasser, laut DRK mindestens 20 Minuten. Verbrennungen im Gesicht mit feuchten Tüchern kühlen, die Atemwege frei lassen.
- Locker abdecken: mit einer trockenen, sterilen Wundauflage oder mit Frischhaltefolie.
- Warm halten: Verbrennungen stören die Wärmeregulation. Bei großen Flächen und bei Babys und Kleinkindern besonders auf Unterkühlung achten.
Bitte nicht
- keine Hausmittel auftragen
- Brandblasen nicht öffnen
- festgeklebte Kleidung nicht abziehen
- Wunde nicht fest einwickeln, nur locker abdecken
Wann der Notruf nötig ist
Das DRK zählt den Notruf (144 in Österreich, 112 in Deutschland) zu den festen Schritten bei Verbrennungen – vor allem bei großen Flächen, bei Kindern und wenn du unsicher bist. Bei Verbrennungen im Gesicht auf Schwellungen in Mund und Rachen und auf Atemnot achten: Die Person kann Flammen oder heiße Gase eingeatmet haben.
Auch kleinere Verbrennungen sollte sich laut DRK eine Ärztin oder ein Arzt ansehen.