Der Notfallplan für die Familie – Treffpunkt, Absprachen, Bargeld

Vorsorge · Stand:

Ein Vorrat zu Hause ist die halbe Miete. Die andere Hälfte ist ein Plan: Was tun wir, wenn Strom und Handynetz ausfallen und wir nicht zusammen sind? Am besten besprecht ihr das in Ruhe – zum Beispiel bei einem gemeinsamen Abendessen.

Fünf Fragen für euren Plan

  1. Wo treffen wir uns, wenn wir uns nicht erreichen? Ein fester Ort, den alle kennen.
  2. Wer holt wen? Wer holt die Kinder aus Schule oder Kindergarten?
  3. Wer kümmert sich um Menschen, die Hilfe brauchen – Großeltern, Pflegebedürftige, Nachbarn?
  4. Welche Wege nehmen wir, wenn Öffis nicht fahren?
  5. Wer kann uns helfen – und wem können wir helfen?

Schreibt die Antworten und wichtige Telefonnummern auf Papier und legt eine Kopie in jede Tasche.

Bargeld zu Hause

Bei einem Stromausfall funktionieren Kartenzahlung und Bankomaten oft nicht. Die Oesterreichische Nationalbank empfiehlt laut Innenministerium Bargeld in kleinen Scheinen – etwa das Doppelte deines wöchentlichen Einkaufs, höchstens 100 Euro pro Person im Haushalt – sicher aufbewahrt.

Informiert bleiben

Ein Radio mit Batterie oder Kurbel gehört in jeden Haushalt. In Österreich sendet der ORF im Krisenfall rund um die Uhr, in Wien zum Beispiel Ö3 auf UKW 99,9. Auch das Autoradio funktioniert.

Bei der Gemeinde nachfragen

Frag bei deiner Gemeinde oder Stadt nach: Gibt es Anlaufstellen bei einem Blackout, etwa das Gemeindeamt oder die Feuerwehr? Laut Innenministerium bleiben in Österreich bei einem Blackout alle Polizeiinspektionen als Anlaufstellen besetzt.

Auto nicht leer fahren

Wenn Tankstellen ausfallen, ist ein zumindest teilweise voller Tank Gold wert – für notwendige Fahrten.

Im Ernstfall gelten immer die Anweisungen der Behörden und Einsatzkräfte.

Quellen

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