Krisenvorsorge in Wien – Wasser, Radio und Anlaufstellen
Vorrio kommt aus Wien. Deshalb hier die wichtigsten Informationen der Stadt Wien für den Krisenfall – vieles davon ist auch für andere Städte nützlich.
Wasser fließt meist weiter
Das Wiener Wasser kommt aus den Alpen und fließt mit Schwerkraft, ohne Pumpen in die Stadt. Deshalb hätten bei einem Blackout laut Wiener Wasser die meisten Wienerinnen und Wiener weiterhin Wasser in der Wohnung. Höher gelegene Gebiete wie der Wilhelminenberg werden über Behälter versorgt, deren Pumpen Notstromaggregate haben.
Ausnahme Hochhäuser: Dort halten Pumpen im Gebäude den Druck. Frag deine Hausverwaltung, ob diese Pumpen ein Notstromaggregat haben.
Ein kleiner Wasservorrat zu Hause ist trotzdem sinnvoll – etwa wenn ein Rohr im Netz bricht. Eine Reparatur kann bis zu einem Tag dauern; dann gibt es Ersatzwasser über Hydranten oder Tankwagen.
Radio: Ö3 auf UKW 99,9
Die Helfer Wiens raten, bei einem Blackout Ö3 auf UKW 99,9 zu hören. Dafür brauchst du ein Radio mit Batterie oder Kurbel – oder das Autoradio.
Was die Helfer Wiens empfehlen
- Vorrat für 10 bis 14 Tage planen, inklusive Kochmöglichkeit ohne Strom und Licht.
- Bargeld zu Hause, Medikamente und Erste-Hilfe-Material, einen Erste-Hilfe-Kurs machen.
- Treffpunkte vereinbaren und festlegen, wer nach hilfsbedürftigen Menschen schaut.
- Während eines Blackouts: Elektrogeräte ausstecken, schauen, ob jemand im Aufzug feststeckt, Kühlschrank geschlossen halten, Nachbarn helfen.
Die Helfer Wiens bieten außerdem kostenlose Vorträge, einen Online-Kurs, Podcasts und Checklisten an – und persönliche Beratung im Wiener Sicherheitszentrum.
Lichtinseln
Gemeinsam mit Religionsgemeinschaften hat die Stadt die Lichtinseln entwickelt: Räume für Menschen, die im Krisenfall Informationen oder ein Gespräch suchen. Sie sind offen für alle und an Kerzen oder Laternen am Eingang erkennbar.
Polizei als Anlaufstelle
Bei einem Blackout bleiben laut Innenministerium alle Polizeiinspektionen in Österreich besetzt – auch in Wien.